Die Klasse 2a entdeckt die tolle Knolle

*Spaß rund um und mit der Kartoffel*

(Ein Bericht der Klassenlehrerin Anja Lübbers)

 

Auf dem Stundenplan stand ein Ausflug zum Kartoffelacker. Einiges hatte die Klasse 2a schon über die Kartoffel gelernt. Doch nach diesem ereignisreichen Tag dürfte sich der Horizont eines jeden Schülers vergrößert haben. 

 

Am 23. September wurden wir früh morgens vom Bauern Jan Götting persönlich abgeholt und zu einem Kartoffelacker in Löningen gebracht. Dort wurde den Kindern einiges zur Kartoffel erzählt. So erfuhren wir, dass aus einer Mutterknolle bis zu 25 neue Kartoffeln und mehr entstehen konnten.

Danach ging es mit allen Kindern auf den Kartoffelroder und wir erlebten, wie der Roder etliche Kartoffeln aus dem Boden aufs Fließband warf. Fröhliche Stimmung kam auf, als die Kinder mithelfen durften, die Steine zurück auf den Acker zu werfen. Steine müssen entfernt werden, damit sie später bei den Reinigungsprozessen nicht die Maschinen lahm legen.

 

Es schien bald so, als besaß die Kartoffeln an diesem Tag  etwas Einzigartiges und Besonderes. Denn als die Kinder die Erlaubnis erhielten, ruhig mal eine Kartoffel mitzunehmen, ging das Gestopfe los. Kartoffeln wurden in die Hosenvorder- und –hintertaschen, sowie in den Kapuzen der Pullover und Jacken verwahrt. Der von mir angebotene Gefrierbeutel wurde nur belächelt, schließlich passte dort nur eine Riesenkartoffel hinein.

 

Danach fuhren wir gut gelaunt weiter zum Hof Götting und schauten uns die Lagerhalle an. Die Kinder lauschten den Erklärungen des Bauern und konnten viel lernen. Damit Kartoffeln lange gelagert werden können, werden sie kühl und dunkel  verwahrt und erhalten über Lüftungsschlitze im Boden regelmäßig Sauerstoff.

 

Die nächste Station war der Waschturm. Dort wurden die Kartoffeln über mehrere Ebenen gereinigt und vom Sand  befreit. Die Kartoffeln, die oben ankamen, waren so sauber und dünnschalig, dass sie sich besonders gut zur Herstellung von Chips eignen. Viele Kinder waren mutig und stiegen den Turm hinauf und konnten dort oben die sauberen Kartoffeln bestaunen. Auch hier gab es wieder motivierte Kinder, die gerne nochmal eine Chipskartoffel mitnahmen.

 

Danach sahen wir auf dem Hof eine nette Frau hinter einer Friteuse stehen: Ruth, Jans Mutter. In der Friteuse brutzelten selbsthergestellte Chips. Begeistert schauten wir zu, wie sie an brauner Farbe gewannen. Die Zeit, die die Chips brauchten um abzukühlen, nutzen wir, um noch einen kleinen Blick in die Schweineställe zu werfen. Danach ließen wir uns die Chips schmecken und nahmen uns vor, auch bald mal selbst in die Produktion zu gehen.

 

Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine kleine Chipstüte und fuhr beseelt mit vielen Kartoffeln in der Tasche und einem Lächeln im Gesicht zurück zur Schule. Das waren zwei wirklich schöne Stunden.